Biikebrennen am 21.02.2012

Es ging los mit Holzsammeln. Um 10:00 Uhr morgens trafen sich die Jungs und Männer auf ihren Warften, um Holz zu hacken und zusägen. Mit Kettensäge , Beil und Fuchsschwanz machten wir uns an die Arbeit. Nach zwei Stunden hatten wir auf unserer Warft einen ordentlichen Stapel Holz, der dann nach und nach auf Anhänger geladen wurde und zum entgültigem Biikestapel am Landsende bei der Ockenswarft gebracht wurde. Zuerst lag eine große Fläche voller Holz, weil die Treckerfahrer zunächst alles von ihren Anhängern auf den Boden geworfen hatten. Das blieb auch erstmal so liegen, aber dann wurde die Holzfläche zu einem großem Bung(Brennhügel) aufgestapelt. Obwohl wir eigentlich nur Bäume, Äste und Stroh zur Biike gebracht hatten, lagen auf und in dem Stapel auch Paletten, Holzzäune und Stühle, die von den Halligbewohnern noch zusätzlich hingebracht wurden. Dann am 21.2.2012 trafen sich viele Hooger und Touristen zur Biike, die um Punkt 19:00 Uhr angesteckt wurde. Das machte die Feuerwehr mit Gasbrennern. Sie zündeten die Biike an mehreren Stellen an, doch das Feuer wollte nicht so wirklich kommen. Während die Zuschauer bei heißem Glühwein, Punsch und Kakao geduldig auf das Feuer warteten, versuchte die Feuerwehr immer noch das Feuer in Gang zu kriegen. Ein paar Flammen schossen zwar schon aus dem Biikebung heraus, aber das Holz was leider viel zu nass, weil es am Vortag andauernd geregnet hatte. Immerhin ist unser schöner Biikepeter, den wir in der Schule gebastelt hatten, abgebrannt. Als die ersten Leute gingen, fingen wir an, die Erwachsenen mit der Asche im Gesicht schwarz zu machen. Nach der Biike gingen wir zum Grünkohlessen in die Gaststätten, wo fleißig getrunken, gesungen und gegessen wurde. Das war sehr schön.

 

vlnr. Jonathan, Nils und Gerrit vor der Hooger Biike am 17.2.2010
Wir erkunden den Biike Haufen
Biike Bung in Schneelandschaft
Halligschule Hooge, Antonia Waldmüller und Biike-Petrus

Die im Feuer verbrannte Strohpuppe wird Petermännchen genannt und hat, so ist die Vermutung, nichts mit dem Heiligen Petrus, sondern mit dem Papst (also dem Petrus-Amt) und dem damit verbundenen christlichen Glauben zu tun, der abgelehnt wurde. Am Folgetag, dem 22. Februar, feiert die katholische Kirche das Fest Kathedra Petri, also den Stuhl des Papstes, bzw. die Vorrangstellung des Petrus-Amtes, was das Lehramt betrifft. Ein Zusammenhang des Petermännchens, das in das Biikefeuer geworfen wird, mit dem Amt des Papstes in Rom liegt somit nahe. Die Strohpuppe symbolisiert darüber hinaus den Winter, der nun hinausgetrieben wird.

aus Wikipedia